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8. März 2002, 22h 51
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In Europa wird der Einsatz der Gentechnik in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung – die sogenannte „Grüne Gentechnik“ eher skeptisch beurteilt, während ihr Einsatz in der Medizin mehr Zustimmung findet. Generell nahm die Akzeptanz für Gentechnik in den Jahren 1996 bis 2000 europaweit ab, in Österreich jedoch leicht zu. Das geht aus dem Buch "Biotechnology 1996–2000 – the years of controversy" hervor, welches am 29. Jänner 2002 im Wiener ORF-Radiocafe präsentiert wurde.
Internationale Experten, unter anderen auch von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Universität Linz, beleuchten in diesem Werk die Kontroverse um Biotechnologie und im speziellen um den Einsatz der Gentechnik in Europa. Eine Analyse der Autoren zeigt, dass die Berichterstattung zu diesen Themen seit 1996 stark zunahm. Die Unterteilung in "grüne" und "rote" Gentechnik zieht sich dabei durch alle europäischen Länder. Im Bereich der "grünen Gentechnik" kam es – ausgehend von einer ursprünglichen starken Ablehnung in Österreich und einer höheren Akzeptanz in Europa – zu einer Angleichung der österreichischen Situation an jene Europas.
Die österreichische Umweltschutzorganisation Greenpeace veröffentlichte dazu in einer Aussendung Daten, wonach laut der neuesten Eurobarometer-Umfrage etwa 70 Prozent der EU-Bürger auch weiterhin keine genmanipulierten Lebensmittel essen wollen.
Info: "Biotechnology 1996 – 2000 - the years of controversy", George Caskell & Martin W. Bauer (Hrsg.), Science Museum, London.
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