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Einkommensverluste bei US-Farmern durch Bt-Mais

11. März 2002, 14h 47

Der Maiszünsler aus der Schmetterlings-Familie Pyralidae ist ein wirtschaftlich bedeutender Mais-Schädling. Als Abhilfe gegen den Maiszünsler wurde mit Hilfe der Gentechnik der sogenannte "Bt-Mais" entwickelt. Der gentechnisch manipulierte Bt-Mais enthält zusätzlich Gene des Bacteriums Bacillus thurigiensis, welche den Mais zur Bildung eines für Insekten giftigen Proteins veranlassen. In den USA nahm der Anbau von Bt-Maissorten in den letzten Jahren stark zu. Seit seiner Einführung im Jahr 1996 stieg der Anteil von Bt-Mais mittlerweile auf etwa 20 Prozent der gesamten Mais-Anbaufläche in den USA.

Die mit dem Einsatz von Bt-Mais verbundenen Erwartungen auf höhere Gewinne wegen geringerer Fraßverluste haben sich allerdings nicht erfüllt. Im Gegenteil, laut einem Forschungsbericht von Dr. Charles Brenbrook, der vom amerikanischen Institut für Landwirtschaft und Handelspolitik (Institute for Agriculture and Trade Policy, IATP) veröffentlicht wurde, haben US-Farmer, die zwischen 1996 und 2001 Bt-Mais angebaut hatten, insgesamt etwa 92 Millionen U$ verloren.

US-amerikanische Landwirte haben in den letzten sechs Jahren mindestens 659 Millionen U$ für den Anbau von BT-Mais bezahlt, aber nur Mehrgewinne von 567 Millionen U$ erzielen können. Die höheren Ernteerträge haben also den finanziellen Mehraufwand für das teure Saatgut nicht ausgleichen können.
Der Anbau des teuren Bt-Maises rechnete sich nur an Örtlichkeiten bzw. in Jahren mit besonders hohem Schädlingsbefall. Der rentable Einsatz von Bt-Mais setzt eine gute Kenntnis der lokalen Umstände und der Schädlingszyklen voraus. Unter diesen Umständen sind allerdings auch mit konventionellen Methoden und billigerem Saatgut gute Erfolge erzielbar.

Darüber hinaus konnte der Bt-Mais aufgrund von Importbeschränkungen nicht nach Europa ausgeführt werden. Dies führte zu weiteren Einkommensverlusten.

Der Bericht ist auf der WebSeite von IATP (www.iatp.org) bzw. als pdf-Datei auf www.gefoodalert.org zu finden.

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