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15. März 2002, 12h 24
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In einer Studie der Boston Consulting Group zur "Position und Perspektiven von Österreich in der Biotechnologie (Januar 2002)“ und einer im Februar dazu stattgefundenen Expertendiskussion wurde eindeutig die Empfehlung für die Konzentration auf die "rote Biotechnologie“- sprich der Forschung im Bereich des Gesundheitswesens (Medizin und Pharmazie) ausgesprochen:
“Unsere Analyse der Biotechnologie in Österreich hat ergeben, dass die überwiegende Mehrzahl der Faktoren dafür spricht, einen Biotechnologie-Standort auf die rote Biotechnologie mit Fokus auf Krebs/Immunmodulation auszurichten.
Die rote Biotechnologie besitzt die größte Akzeptanz in der Bevölkerung und bietet als Schlüsseltechnologie und Wachstumsmotor auch für zahlreiche andere Branchen ein gewaltiges Wertschöpfungspotenzial. Ebenso existieren in diesem Bereich besondere Stärken wie bereits erfolgreich ansässige Unternehmen, die hohe Anzahl an Publikationen und die unternehmerischsten Forscher“.
So wurde seitens der Studienautoren sogar darauf hingewiesen, dass "kurz- und mittelfristig ihnen (die grüne und die graue Biotechnologie) in Österreich die Akzeptanz der breiten Öffentlichkeit fehlen wird, da derzeit der Widerstand gegen gentechnisch veränderte Organismen im Bereich der Landwirtschaft und Ernährung zu massiv ist.“
Daher sei die Fokussierung auf die "rote Biotechnologie“ aus ökonomischer Sicht die beste Vorgangsweise: "Unsere Standortanalyse hat klar ergeben, dass sich Österreich durch den konsequenten Ausbau der Stärken in der roten Biotechnologie, sprich der Forschung im Bereich des Gesundheitswesens, national und international sehr erfolgreich positionieren kann. Mit der Fokussierung auf das rote Biotechnologie-Segment erfolgt gleichzeitig eine Zukunftssicherung der bestehenden Pharmastandorte in Österreich“.
Quelle: The Boston Consulting Group (BCG), Position und Perspektiven von Österreich in der Biotechnologie – Erfolgsfaktoren für eine internationale Positionierung, Wien – Januar 2002.
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