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13. September 2002, 15h 49
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Ein aktueller Test der Arbeiterkammer zeigt, dass die Lebensmittel in Österreich frei sind von gentechnisch veränderten Bestandteilen. Allerdings wurde in knapp drei Viertel der getesteten Futtermittel Gen-Soja gefunden.
Die AK- Konsumentenschützer haben 19 Lebensmittel, die Soja- und Maisfolgeprodukte als Zutat enthielten, und 10 sojahältige Futtermittel überprüfen lassen. Die Lebensmittel wurden im April in Wiener Super-, Drogeriemärkten und Reformhäusern, die Futtermittel Ende März in Oberösterreich eingekauft. Die Analysen führte das Labor des Umweltbundesamtes durch.
Die gute Nachricht: Kein einziges der untersuchten Lebensmittel enthielt genmanipulierte Bestandteile, während bei den AK Tests 1999 und 2000 noch 10 Prozent der untersuchten Lebensmittel gentechnisch veränderte Zutaten aufwiesen und nicht gekennzeichnet waren. Die schlechte Nachricht: 70 Prozent der Futtermittel enthielten Gensoja in Mengen von 1,7 bis 18,7 Prozent.
Als Konsequenz verlangt die AK zuätzlich zu den bereits bestehenden Kennzeichnungs-Bestimmungen für Lebensmittel auch Regeln für die Kennzeichnung von Gen-Futtermitteln. Lebensmittel müssen laut der geltenden Gesetzeslage dann gekennzeichnet werden, wenn die Gen-Veränderung im Endprodukt nachweisbar ist, wobei zufällige unvermeidbare Verunreinigungen von bis zu einem Prozent der jeweiligen Zutat unberücksichtigt bleiben. Gen-Futtermittel müssen überhaupt nicht gekennzeichnet werden.
Lebensmittel, in denen keine gentechnische Manipulation nachweisbar ist, sind allerdings nicht per se „gentechnikfrei“, d.h im Sinne der österreichischen Codex-Definition „gentechnikfrei erzeugt“. Die meisten Lebensmittel durchlaufen verschiedene Prozesse, wie Erhitzen, Ansäuern oder Aufreinigen. Im Endprodukt kann dann oft keine manipulierte DNA oder spezifisches Protein mehr nachgewiesen werden. So ist raffiniertes Öl aus Gensoja oder Zucker aus Gen-Rüben nicht kennzeichnungspflichtig.
Nur Bioprodukte und solche mit dem Pickerl "gentechnikfrei" garantieren, dass über die gesamte Produktionskette eines Lebensmittels keine Gentechnik im Spiel war.
Links:
>> Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Wien
>> Der AK-Test im Detail (pdf-Datei, 38KB)
Info:
>> Tipps für Konsumentinnen und Konsumenten
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