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10. August 2005, 20h 47
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Die Europäische Kommission hat am 8. August das Inverkehrbringen der gentechnisch veränderten Maissorte MON 863 für die Einfuhr und die Verarbeitung zu Tierfutter genehmigt. Die Genehmigung gilt weder für die Verwendung als Lebensmittel noch für den Anbau und wurde dem Antragsteller Monsanto für 10 Jahre erteilt.
Der Mais MON 863 enthält ein Gen aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis subsp. kumamotoensis, das Resistenz gegen den Maiswurzelbohrer Diabrotica spp. verleiht. MON 863 ist nach dem im Jahr 2004 zugelassenen Gentech-Mais NK 603 das zweite Produkt, das nach der „neuen“ Freisetzungsrichtlinie 2001/18(EG) genehmigt wurde. Die Kommission hat sich im Alleingang für die Zulassung entschieden, nachdem in mehreren EU-Gremien – darunter im EU-Umweltministerrat vom 24. Juni 2005 – keine qualifizierte Mehrheit für eine Entscheidung gefunden werden konnte.
Gegen MON 863 wurden vor der Zulassung eine Reihe von Bedenken geäußert, vor allem hinsichtlich der Sicherheitsbewertung durch Monsanto. Ein Fütterungsversuch mit Ratten hatte hohe Anomalien am Blutbild und bei den Nieren der Versuchstiere gezeigt. Die europäische Lebensmittelbehörde (European Food Safety Authority, EFSA) erklärte in ihren Stellungnahmen MON 863 dennoch für ebenso sicher wie herkömmlichen Mais. (ne)
Info:
>> Presseaussendung der Europäischen Kommission
>> MON863-Dossier auf www.keine-gentechnik.de
>> MON 863: Monsanto veröffentlicht Fütterungsstudie
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