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5. Dezember 2005, 11h 22
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Die Europäische Kommission hat am 3. November 2005 das Inverkehrbringen der gentechnisch veränderten Maislinie 1507 von Pioneer genehmigt. Die Zulassung erstreckt sich auf die Einfuhr und die Verarbeitung einschließlich der Verwendung als Futtermittel, nicht jedoch auf den Anbau oder auf die Verwendung für Lebensmittelzwecke.
Nach den Maissorten NK603 und MON 863 und dem GT73 Öl-Raps ist der Mais der Linie 1507 das vierte GV-Produkt, das nach der neuen EU-Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EG zugelassen wurde. In all diesen Fällen entschied sich die Europäische Kommission im Alleingang für die Genehmigung, nachdem sowohl in den zuständigen Regelungsgremien als auch im EU-Ministerrat keine eindeutigen Mehrheiten für oder gegen eine Zulassung gefunden werden konnten.
Damit profitiert die EU-Kommission letztendlich von der Uneinigkeit der EU-Mitgliedsstaaten in Fragen der Grünen Gentechnik. Das Muster wird sich noch öfter wiederholen: Erst Ende Oktober konnten sich die EU-Landwirtschaftsminister nicht über die Aufhebung des griechischen Verbots der Genmais-Sorte MON 810 sowie über die Zulassung von MON 863 für Lebensmittelzwecke einigen. Damit liegt der Ball auch hier wieder bei der Kommission. (ne)
Info:
>> Presseaussendung der EU-Kommission zur Zulassung von 1507 (pdf-Datei, 98 kB)
>> EU-Kommission erteilt Genehmigung für GT73
>> Gentech-Mais NK603 auch als Lebensmittel zugelassen
>> EU-Kommission erlaubt Einfuhr von MON 863 als Futtermittel
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