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5. Dezember 2005, 11h 23
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Ein Importverbot für die erst kürzlich in der EU zugelassene Gentech-Rapssorte GT73 fordert die Umweltorganisation Global 2000 vom österreichischen Gesundheitsministerium. Aus Protest gegen die EU-weite Zulassung des GVO-Futtermittels brachten Aktivisten Anfang November ein Banner am Amtsgebäude in der Wiener Radetzkystraße an, auf dem die entsprechende Forderung an die zuständige Ressortchefin Maria Rauch-Kallat zu lesen war.
Gründe für Einfuhrrestriktionen gebe es viele, betonte Global 2000: Die Europäische Umweltbehörde (EEA) habe die Sorte des Agrarkonzerns Monsanto als Hochrisikopflanze "bezüglich des unkontrollierten Vordringens in die Natur" eingestuft. In Großbritannien hätten Wissenschafter herausgefunden, dass durch den Anbau des Gentech-Raps die Zahl der Schmetterlinge, Hummeln und Käfer deutlich zurückgegangen sei. Monsanto selbst habe in Versuchen mit Ratten vergrößerte Leberzellen festgestellt Auch wenn sich die EU-weite Zulassung für GT73 auf Tierfutter und industrielle Verwendungszwecke beschränkt, bestehe die Gefahr, dass der Gentech-Raps als lebensfähiges Saatgut in die Natur gelangte und so zu nicht mehr rückholbaren Verunreinigungen führe, warnt Jens Karg, Gentechnik-Sprecher von GLOBAL 2000.
Die EU-Kommission hat am 31. August 2005 die Sorte GT73 für die Einfuhr, Verarbeitung und zur Verwendung in Futtermitteln in der Europäischen Union zugelassen. Die Genehmigung ist auf zehn Jahre befristet.
Info:
>> EU-Kommission erteilt Genehmigung für GT73
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