genfood | Aktuell >> News

EFSA empfiehlt Aufhebung der Genmais-Importverbote

11. Juli 2006, 17h 13

Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat sich in einer Stellungnahme vom 11. April für die Aufhebung der nationalen Verbote für gentechnisch veränderte Mais- und Rapssorten ausgesprochen, die derzeit in mehren EU-Staaten - darunter Österreich – gelten. In Österreich sind die Genmais-Sorten T 25, Mon810 und Bt176 von dem Einfuhrverbot betroffen.

Die EFSA erklärte in ihrer Stellungnahme, dass schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen und Tieren oder auf die Umwelt durch die Zulassung dieser Sorten "nicht wahrscheinlich" seien. Auch die Ölrapssorten Ms1xRf1 and Topas 19/2, die in Frankreich bzw. Frankreich und Griechenland verboten sind, erklärte die EFSA für unbedenklich.

Das kürzlich von der österreichischen Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat unterzeichnete Importverbot für den Gentech-Raps GT73 wurde von der EFSA in ihrer aktuellen Empfehlung noch nicht behandelt.

EU-Kommission fordert Langzeitstudien und mehr Transparenz
Beinahe zeitgleich zur EFSA-Stellungnahme veröffentlichte die EU-Kommission eine Reihe von Forderungen, mit denen die Arbeit die EFSA bei GVO-Zulassungen verbessert werden soll. Die EFSA war ja in der Vergangenheit des öfteren wegen ihrer Pro-Gentechhaltung und mangelnder Begründung ihrer Entscheidungen kritisiert worden, unter anderem auch auf der vom 4.-6. April in Wien abgehaltenen EU-Koexistenzkonferenz. Außerdem wird ihr vorgeworfen, sich bei der Risikobewertung auf Unterlagen der Antragsteller zu beschränken und keine Langzeituntersuchungen zu machen.

Die Kommission fordert nun, dass die Antragsteller und die EFSA in ihren Risikobewertungen zum Inverkehrbringen von GVO stärker auf potenzielle Langzeitwirkungen und Fragen der biologischen Vielfalt eingehen sollten. Außerdem soll die EFSA sich gründlicher mit den nationalen wissenschaftlichen Einrichtungen abstimmen, um abweichende wissenschaftliche Gutachten auf Ebene der Mitgliedstaaten abzuklären. Weiters sollte die EFSA in ihren Gutachten zu einzelnen Anträgen detaillierter begründen, weshalb sie wissenschaftlich fundierte Einwände vonseiten der zuständigen nationalen Behörden ablehnt. (ne)

Mehr Info:
>> Dimas für Änderungen bei EFSA

Links:
>> EFSA
>> Aussendung der EU-Kommission

News

<- zurück