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US-Langkornreis muss vor EU-Import auf auf GVO-Freiheit getestet werden

7. September 2006, 17h 50

Langkorn-Reis aus den USA darf nur noch in die EU importiert werden, wenn er nachweislich keine Anteile der gentechnisch veränderten Reissorte „LL Reis 601“ enthält. Damit reagierte die EU-Kommission auf Funde von Spuren dieser Reissorte in US-Handelsware, um zu verhindern, dass der weder in den USA noch in der EU zugelassene GV-Reis in der Europäischen Union in den Umlauf kommt.

Am 18. August setzten die US-Behörden die EU-Kommission von den Verunreinigungen in Kenntnis. Für Verstimmung in der EU-Kommission sorgte dabei, dass die Europäer erst nach Wochen informiert wurden. Bayer hat den US-Stellen die Verunreinigungen angeblich bereits am 31. Juli gemeldet.

Als Notfallmaßnahme beschloss die EU-Kommission am 23. August , dass ab sofort nur mehr auf GVO-Freiheit getesteter US-Langkornreis in die EU importiert werden darf. Ein zugelassenes Labor muss unter Anwendung anerkannter Testmethoden die "Abwesenheit von LL Reis 601" bescheinigen. Die Tests müssen außerhalb der EU-Grenzen durchgeführt werden.

Die von der Kommission getroffenen Maßnahmen sind am 25. August vom Ständigen EU-Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit bekräftigt worden. Die jetzige Entscheidung gilt für vorläufig sechs Monate, danach wird sie von der Kommission anhand der Entwicklung der Lage überprüft.

Die Kommission rief außerdem die Mitgliedsstaaten auf, die Zollkontrollen zu verschärfen. Die USA ist in der EU einer der Hauptlieferanten von Reis. Laut Kommissionsangaben werden monatlich rund 20.000 Tonnen Langkornreis aus den USA in die EU importiert.

Bereits im Vorjahr hat die EU wegen eines Skandals um illegale Importe der Maissorte Bt10 von Syngenta ähnliche Importkontrollen für bestimmte Maisfuttermittel aus den USA erlassen. Die Auflagen sind bis heute in Kraft.

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