|
13. Januar 2005, 23h 31
|
Die Umweltminister der Europäischen Union konnten sich bei ihrem Treffen vom 20. Dezember nicht über die Zulassung der gentechnisch veränderten Rapssorte GT73 von Monsanto einigen.
Bei der Abstimmung über den herbizidresistenten Gen-Raps konnte weder für noch gegen die Importzulassung die nötige Zweidrittelmehrheit erreicht werden. Gegen die Zulassung von GT 73 auf dem europäischen Markt stimmten Österreich, Italien, Griechenland, Dänemark, Malta, Polen, Ungarn, Belgien, Litauen, Lettland, Zypern, Luxemburg und Estland. Der Gen-Raps von Monsanto ist als Futtermittel vorgesehen, nicht für den Anbau oder für die Verarbeitung zum Lebensmittel.
Nach einer positiven Beurteilung durch die Europäische Lebensmittelbehörde war der Zulassungsantrag bereits im Juni an das zuständige Regelungskomitee verwiesen worden, das jedoch keine Übereinstimmung erzielen konnte. In der Folge ging die Entscheidungsgewalt an den Umweltministerrat über, der innerhalb von drei Monaten zu einem Beschluss kommen musste. Nach dem Fehlschlag am 20. Dezember liegt der Ball – wie auch schon bei den Genmais-Sorten NK 603 und Bt11 – bei der Europäischen Kommission. Allgemein wird erwartet, dass die Kommission den GT73-Raps demnächst zulassen wird. (ne)
Info:
>> EU: Keine Einigung über GT73-Raps
|