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3. Februar 2005, 11h 49
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Demnächst könnte es einen EU-weit einheitlichen Rahmen für die Regelung der Koexistenz von gentechnikfreiem und GVO-Anbau geben. Bis Ende des Jahres soll auf Basis eines Berichts über die nationalen Regelungen über die Machbarkeit eines solchen Rahmengesetzes entschieden werden, sagte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel am 20. Jänner auf einer Pressekonferenz anlässlich der Grünen Woche in Berlin.
Ihr Vorgänger Franz Fischler hatte sich immer dezidiert gegen EU-weite Koexistenzregelungen ausgesprochen, weshalb die Aussagen Fischer Boels von vielen Seiten als Fortschritt und Kurswechsel in der Gentechnikpolitik der Europäischen Union begrüßt wurden.
Allzuviel sollte man sich aber nicht erwarten: Laut Fischer Boel sollen zwar die beiden Anbaumethoden getrennt werden, der freie Markt darf aber dadurch nicht behindert werden. Die Koexistenzregeln dürften daher nicht so streng sein, dass Produzenten von GV-Pflanzen keine Chancen am Markt haben. Ein freiwilliger Verzicht auf den Anbau genmanipulierter Pflanzen solle möglich sein, ein gesetzliches Verbot für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen dürfe es aber nicht geben, betonte Fischer Boel. Damit vertritt sie im Prinzip die selbe Linie wie Franz Fischler.
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