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Das unterschätzte Risiko transgener Pflanzen

11. Juli 2006, 17h 13

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Mechanismen der Genregulierung wesentlich komplexer sind als bislang angenommen. Daraus resultieren neue Unabwägbarkeiten für die Sicherheitsbewertung genmanipulierter Pflanzen. Das mittlerweile überholte Paradigma, dass ein Gen für nur ein Protein codiert und nur einen definierten Effekt auslöst, bildet aber nach wie vor die Grundlage der gentechnischen Arbeiten im Labor und auf dem Feld. Die Ursachen oder Auswirkungen bestimmter unbeabsichtigter Veränderungen in gentechnisch veränderten Pflanzen sind meist nur lückenhaft untersucht und werden in der Literatur nur unzureichend dargestellt. Vor allem im Bereich der „Epigenese“ – die über dem Genom stehende Organisations- und Regulationsebene – besteht noch dringender Forschungsbedarf.

Das unterschätzte Risiko
Vor diesem Hintergrund hat Greenpeace Deutschland zusammen mit dem Öko-Institut Freiburg und dem Blauen-Institut ein Projekt gestartet, bei dem verschiedene WissenschaftlerInnen zu ihren aktuellen Erkenntnissen befragt wurden. Als eines der Ergebnisse liegt nun die Materialsammlung „Das unterschätzte Risiko“ vor, die den heutigen Wissensstand zu transgenen Pflanzen zusammenfasst und neue Erkenntnisse dokumentiert, die zu einer Revidierung der Risikobewertung führen müssen. Die Textsammlung enthält neben neun Interviews mit WissenschaftlerInnen auch umfangreiche Literaturangaben.

Download:
>> Das unterschätzte Risiko. Interviews mit neun WissenschafterInnen zum Thema gentechnisch veränderter Pflanzen. (pdf-Datei, 1,7 MB)

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