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7. März 2002, 18h 59
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Als begeistertem Gärtner, Lehrer und Naturwissenschafter gelang es dem Augustinermönch Gregor Mendel (1822 - 1884) aus Mähren als erstem, Gesetzmäßigkeiten in der Vererbung von Eigenschaften aufzuzeigen. Damit setzte er im Jahr 1865 den ersten Meilenstein auf dem Weg zur Gentechnik. Er kreuzte rot- und weißblühende Erbsen miteinander. Die Nachkommen der 1. Generation blühten jedoch nicht rosa, sondern ausschließlich rot. Werden diese roten Nachkommen untereinander weitergekreuzt, so treten in der zweiten Generation wieder rote und weiße Blüten auf und zwar in einem bestimmten Verhältnis zueinander.
Nach Hunderten ähnlichen Versuchen folgerte Mendel: Das Merkmal Blütenfarbe wird von je zwei Elementen gebildet - eines von jedem Elternteil. Eines der beiden Elemente ist immer vorherrschend (dominant), d.h. es bestimmt das äußere Erscheinungsbild. Bei der Blütenfarbe der Erbsen ist das rote Element dominant gegenüber dem weißen, nicht in Erscheinung tretenden (rezessiven) Element. Daher bringt die erste Generation nur rote Blüten hervor. In der zweiten Generation gibt es mehrere Kombinationsmöglichkeiten: zwei weiße Elemente führen zur weißen, zwei rote zur roten Blütenfarbe. Treffen jedoch ein rotes und ein weißes aufeinander, ist die Blütenfarbe aufgrund des dominanten Elements ebenfalls rot. Die Ursachen und Mechanismen dieser Erbvorgänge konnte Gregor Mendel nicht genauer beschreiben, doch vermutete er anstelle göttlicher Fügungen oder mystischer Geheimnisse stoffliche Merkmale. Seine mathematischen Regeln der Vererbung, die Mendel'schen Erbgesetze, sind nicht nur bis heute gültig (mit wenigen Ausnahmen), sie sind als Basis der Genetik (= Vererbungslehre) in die Geschichte eingegangen.
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