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30. Juli 2002, 12h 33
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Weltweit leiden nach Angaben der FAO noch immer etwa 800 Millionen Menschen an Hunger und Unterernährung. Dabei kann die Welt genug Nahrung produzieren, um die globale Ernährung sicherzustellen. Hunger ist in erster Linie ein Verteilungsproblem. Er muss dort bekämpft werden, wo er entsteht, und dabei müssen nachhaltige Lösungen gefunden werden.
Die in den reichen Ländern entwickelten High-Tech-Landwirtschaftsmethoden – Stichwort "Grüne Revolution" - haben bereits große Nahrungsmittel-Überschüsse geschaffen. Da diese Landwirtschaftsform auf dem massiven Einsatz von Chemikalien und auf Monokulturen basiert, führt sie im Ergebnis zu beschädigten Böden, verschmutztem Wasser und einer reduzierten Vielfalt an Pflanzen und Tieren der heimischen Landwirtschaft. Die landwirtschaftlichen Methoden aus den enwickelten Ländern sind oft nur unzulänglich an die extremen Boden- und Umweltbedingungen der Regionen angepasst, in denen Hunger entsteht. Man kann davon ausgehen, daß auch die Gentechnik unter den jetzigen sozioökonomischen Rahmenbedingungen keinen Ausweg darstellt. Nicht die Gentechnik, sondern lokale Entwicklungs- und Züchtungsprogramme sind die Lösung für das Hungerproblem in ländlichen Gebieten mit extremen Standortbedingungen.
Die neue Internetseite www.farmingsolutions.org, ein gemeinsames Projekt der Umweltschutzorganisation Greenpeace und der Entwicklungsorganisation Oxfoam, präsentiert Beispiele erfolgreicher umweltbewusster Landwirtschaftsmethoden aus aller Welt. Sie zeigt die Vielzahl ökologisch verträglicher und produktivitätssteigernder Praktiken, die bereits von Bauern auf der ganzen Welt angewandt werden. Farmingsolutions soll dazu beitragen, Veränderungen zugunsten einer Landwirtschaft herbeizuführen, die an die jeweiligen Umweltbedingungen angepasst ist, und die auf nachhaltige Weise gesunde Lebensmittel produziert. Die Internetseite will verdeutlichen, wie Landwirte die Umwelt schützen können, während sie gleichzeitig die Nahrungsmittelversorgung dort verbessern, wo es am notwendigsten ist.
Link:
>> www.farmingsolutions.org
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