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Immer mehr österreichische Molkereien setzen auf "gentechnikfrei"

5. Dezember 2005, 11h 24

Laut einer neuen AGES-Studie werden derzeit in Österrreich rund 550.000 Tonnen gentechnisch veränderte Soja jährlich verfüttert. Um den KonsumentInnen trotzdem gentechnikfreie Produkte garantieren zu können, haben einige große Molkereien umgestellt.

Nach der Tirolmilch, der NÖM und der Kärntner Milch überlegen auch nun die Alpenmilch Salzburg und die steirische Berglandmilch den Umstieg zur Gentechnikfreiheit.

Die Alpenmilch Salzburg hat kürzlich Fragebogen an ihre zuliefernden Bauern ausgeschickt, um zu erfahren, wie viel Gentech-Futtermittel verwendet wird. In den kommenden Wochen will die Alpenmilch dann eine Entscheidung über einen Umstieg treffen.

Die steirische Berglandmilch will mit der Umstellung in den ersten Monaten des Jahres 2006 starten, derzeit befindet sie sich noch in der Planungsphase.

Susanne Fromwald, Gentechnik-Expertin von Greenepeace, erwartet ein Nachziehen großer Teile der österreichischen Milchwirtschaft. Vertreter der Landwirtschaftskammern sind weniger optimistisch. Für sie bleibt die Frage, wer die anfallenden Mehrkosten der Umstellung abdecken soll. Die AGES-Studie beziffert diese für die Milchwirtschaft in Österreich mit rund 8 %.

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