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Der Fall Mais

10. März 2002, 23h 07

Mais wird – ebenso wie Soja – vor allem als Futtermittel verwendet. Nur ein sehr kleiner Anteil wird als Gemüsemais oder eingelegte Maiskölbchen verzehrt. Knapp 40% der Erntemenge gehen in die Stärkeverarbeitung. Das Haupterzeugnis, ein Stärkebrei, bildet die Basis für sehr viele Lebensmittelprodukte. Aber auch Mehl, Grieß und Flocken werden aus Mais erzeugt. Weitere Produkte die zukünftig aus Mais hergestellt werden könnten sind laut Wissenschaftler der State University in North Carolina Textilfasern aus Maisstärke oder Forscher an der Universität Paderborn entwickeln eine Methode um umweltfreundliche Ziegel aus Maisschrott herzustellen.

In der EU sind mittlerweile mehrere gentechnisch veränderte Maissorten zugelassen. Diese werden sowohl als Futtermittel als auch für Weiterverarbeitung zu Lebensmitteln eingesetzt.

Gentechnisch veränderter Mais ist vor allem durch zwei relativ aktuelle Meldungen in den Medien ins Gerede gekommen. Einerseits durch eine in Nature (nature 399, 214; 1999) publizierte Untersuchung, dass der Pollen von gentechnisch verändertem Mais für die Larven des Monarchfalters tödlich sein soll, und zweitens der Bericht, dass gentechnisch veränderter Mais seine DNA auf wilden Mais übertragen hat, und das in einer der wichtigsten Verbreitungszentren von wildem Mais in Mexiko.

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