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10. März 2002, 22h 20
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In das Erbgut von "Bt-Mais" wurde ein Gen des Bakteriums Bacillus thurigiensis (Bt) eingebaut, welches die Pflanze dazu bringt, ein tödliches Eiweiß gegen einen Maisschädling zu produzieren. Das zusätzliches Eiweiß im Mais wirkt tödlich auf die Larve des als Schädling bekannten Schmetterling Maiszünslers (Pyralidae). Das Protein gilt als gesundheitlich unbedenklich und die genetisch veränderten Maispflanzen weisen eine vergleichbare chemische Zusammensetzung wie die Ausgangspflanzen auf. Mehrere Firmen haben verschiedene Bt-Maisorten entwickelt. Das Bt-Gift in den gentechnisch veränderten Pflanzen unterscheidet sich vom Bt-Wirkstoff, der im konventionellen und biologischen Landbau eingesetzt wird. In der EU wurde der Mais Bt-176 von Novartis in Verkehr gebracht, wobei die Sortenentwiklung bislang nur in Spanien zu Ende geführt werden konnte. Der Import von Bt-176 Mais für die menschliche und tierische Ernährung ist EU-weit erlaubt.
Eine im Wissenschaftsjournal "Nature" (nature 399, 214, 1999) erschienene Studie brachte den Bt-Mais in das Zentrum der Kritik von Gentechnik-Gegnern. Sie zeigte auf, dass der Verzehr von Pollen des Bt-Mais für die Larven des Monarchfalters, Danaus plexipus, tödlich sein kann. Maispollen kann über 60 Meter durch Wind verbreitet werden. Die Autoren, Experten der Cornell University, New York, führten ihre Studie allerdings nur im Labor durch.
Eine von der Canadian Food Inspection Agency (CFIA) durchgeführte Studie stellte wiederum fest, dass der Pollen von Bt-Mais je nach Konzentration für die Raupen des Monarchfalters tödlich sein kann. Die Wissenschaftler untersuchten nun aber zusätzlich in einem Feldversuch, wie weit der Pollen fliegt und in welcher Konzentration er sich auf den Blättern von Wolfsmilchpflanzen, die gerne von den Monarchraupen gefressen werden, ansammelt.
Neunzig Prozent des Pollens fielen innerhalb der ersten fünf Meter vom Rand des Maisfeldes nieder. Die durchschnittliche Pollenkonzentration auf den Blättern der Wolfsmilchpflanzen blieb unter der für die Raupen tödlichen Konzentration. Die Wissenschaftler untersuchten auch die Verbreitung der Wolfsmilchpflanzen. Die meisten Pflanzen fanden sie am Straßenrand und in Schutzgebieten und nicht in der Nähe der Maisfelder. Daher kommen sie zu dem Schluss, dass das Überleben der Monarchfalter durch den Bt-Mais nicht gefährdet wird. Weitere Studien sind sicher notwendig, um ein Risiko für weitere Schmetterlingsarten feststellen oder überhaupt ausschließen zu können.
Quellen: bild der wissenschaft online
Losey, J. E., Rayor, L. S. & Carter, M. E. 1999. Transgenic pollen harms monarch larvae. Nature 399: 214.
CFIA Studie 2000
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