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5. März 2002, 16h 33
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Wissenschaftler der Universität Berkeley in Kalifornien konnten nachweisen, dass gentechnisch veränderter Mais seine artfremde DNA auf wilden Mais übertragen kann.Die Forscher David Quist und Ignacio Chapela haben den unbeabsichtigten Gentransfer von in der Landwirtschaft genutzten Gentech-Maissorten auf Wildformen und Landrassen in Oaxaca in Mexiko Ende November 2001 im internationalen Wissenschaftsmagazin "Nature" veröffentlicht.
Oaxaca, ein ländliches Gebiet in einer entlegenen Bergregion Mexikos ist das globale Verbreitungszentrum der Maisdiversität. Seine lokalen Maisrassen sind für die globale Ernährungssicherheit von besonderer Bedeutung, da sie wertvolles Erbmaterial für die Pflanzenzüchtung beherbergen.
Gentechnisch veränderter Mais wird in Mexiko aus den USA in großen Mengen importiert, allerdings ist in Mexiko seit 1998 der Anbau von gentechnisch verändertem Mais untersagt. Die mexikanischen Behörden führten sofort entsprechende Untersuchungen durch und fanden ebenfalls transgenes Erbgut in Wildformen und Landrassen. Sie zeigten auf, dass in Oaxaca und nahegelegene Gebiete in 15 von 22 untersuchten Gebieten transgener Mais entdeckt wurde.
Quist und Chapela stellten fest, dass in Oaxaca 3-10 Prozent der untersuchten Pflanzen veränderte DNA enthielten. Das Ergebnis war für die Wissenschaftler sehr überraschend, weil Mexiko seit 1998 den Anbau von gentechnisch verändertem Mais untersagt hat. Sie spekulierten, dass entweder die Einhaltung des Moratoriums nicht ausreichend kontrolliert wird oder dass das transgene Erbgut noch aus der Zeit vor 1998 stammt und seitdem von Generation zu Generation weiter vererbt wird.
Quellen: bild der wissenschaft online
Quist, D. & Chapela, I. H. 2001. Transgenic DNA introgressed into traditional maize landraces in Oaxaca Mexiko. Nature 414: 541-543.
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