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10. März 2002, 22h 30
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Sojabohnen sind mit 158 Millionen Tonnen Jahresproduktion die weltweit bedeutendste Ölfrucht und aufgrund ihres Öl- und Eiweißgehaltes von großer Wichtigkeit für die menschliche Ernährung. Aus Soja entstehen vielfältige Produkte, die vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln enthalten sind: Sojaöl, Sojamehl, Sojalezithin usw. In Europa sind ca. 20.000 bis 30.000 Lebensmittel auf dem Markt, die eines der erwähnten Sojaprodukte enthalten.
Für den Sojaertrag von wesentlicher Bedeutung ist die Unkrautbekämpfung. Die meisten Unkrautvernichtungsmittel (auch Herbizide genannt) haben den Nachteil, dass sie entweder auch die angebauten Nutzpflanzen gefährden oder nur gegen bestimmte Unkräuter wirksam sind. Mit gentechnischen Methoden wurde daher versucht, die Sojapflanzen widerstandsfähig gegen ein bestimmtes Unkrautvernichtungsmittel zu machen, indem den Pflanzengenen ein Resistenzgen hinzugefügt wurde. Die so veränderten, "transgenen" Sojapflanzen können ausgepflanzt und mit dem Herbizid besprüht werden, ohne Schaden zu nehmen, während alle anderen Pflanzen, also auch Unkräuter, nicht wachsen können.
In den USA, dem größten Sojaanbauland der Welt, wurden diese herbizidresistenten Sojapflanzen 2001 bereits auf ca. 68% der gesamten Sojaanbaufläche angebaut. Da amerikanische Sojabohnen auch auf den europäischen Markt kommen, gelangen die Bohnen auch in Produkte, die im österreichischen Lebensmittelhandel vertrieben werden. Sie müssen entsprechend gekennzeichnet werden. Viele Konsumenten und Konsumentinnen lehnen den Kauf derartiger Produkte ab, bzw. viele heimische Landwirte stehen dem Anbau und dem Import von gentechnisch verändertem Soja skeptisch gegenüber. Dabei werden vor allem gesundheitliche und ökologische Bedenken angeführt. Die Herstellerfirmen verweisen ihrerseits auf ökologische Vorteile: das verwendete Herbizid wird im Boden rasch abgebaut und es müsste um ca. ein Drittel weniger des Herbizids eingesetzt werden.
Quelle: Plattform Gentechnik und Wir
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