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Herbizidresistenz bei Sojabohnen

8. März 2002, 11h 27

Die erste gentechnisch veränderte, herbizidresistente Sojabohne, die für den europäischen Markt freigegeben wurde, ist resistent gegen das Herbizid "Roundup" und wird als "Roundup-Ready" Sojabohne bezeichnet. Glyphosat, der Wirkstoff von "Roundup", blockiert einen für die Pflanzen lebenswichtigen Stoffwechselweg, indem es ein einzelnes Enzym, abgekürzt EPSPS, in seiner "Arbeit" hemmt. Werden Pflanzen mit diesem Herbizid behandelt, sterben sie ab. Dies gilt natürlich auch für die normale Sojapflanze.

Genetiker haben herausgefunden, dass auch bestimmte Bakterien ein EPSPS Enzym bilden, welches jedoch durch das Glyphosat nicht in seiner Aktivität gehemmt werden kann. Sie haben daher das bakterielle Gen für das EPSPS Enzym isoliert und als zusätzliches Gen stabil in die DNA der Sojapflanze eingebaut. Die Sojapflanzen setzt nun die in diesem bakteriellen Gen enthaltene Information bei der Synthese des Eiweißstoffes EPSPS um. Da dieser Eiweißstoff dasselbe EPSPS Enzym ist, das dem Bakterium die Resistenz gegen "Roundup" verleiht, wird auch die transgene Sojabohne widerstandsfähig gegen das Herbizid.

Der Fall Soja

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