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Herbizidresistente Sojabohnen: ein Sicherheitsrisiko?

8. März 2002, 11h 24

Die Zulassung für "Roundup-Ready" Sojabohnen erstreckt sich auf den Import zur weiteren Verarbeitung als Lebensmittel oder Futtermittel, die Anpflanzung in den EU Mitgliedsländern ist jedoch nicht erlaubt. Die zuständigen Behörden in den USA und in der EU kamen mehrheitlich zu dem Schluss, dass vom Produkt keine Sicherheitsrisiken für Mensch und Umwelt ausgehen. Das Herbizid "Roundup" zählt, laut Behörden außerdem aufgrund seiner Eigenschaften und dem Abbauverhalten in der Umwelt zu den relativ "umweltfreundlichen" Unkrautvernichtungsmitteln.

Trotzdem bleiben einige Fragen offen:


  1. Die Langzeitauswirkungen des Verzehrs von Nahrungs- oder Futtermitteln, die das Produkt oder seine Verarbeitungsprodukte enthalten, sind nicht absehbar und auch nicht durch Fütterungsversuche belegbar. Wissenschaftliche Berater empfahlen daher, das Produkt auch nach der Zulassung in regelmäßigen Abständen auf den Nährstoffgehalt, sowie auf toxische und allergieauslösende Inhaltstoffe zu überprüfen.

  2. Langfristige ökologische Auswirkungen sind schwer abschätzbar. Die Entstehung von Resistenzen und die Beeinträchtigung der natürlichen Tier- und Pflanzenpopulation können nicht ausgeschlossen werden.

  3. Für die im Genehmigungsantrag angeführten Fütterungsversuche und Analysen der Inhaltstoffe wurden gentechnisch hergestellte Sojabohnen verwendet, die nicht mit dem entsprechenden Herbizid "Roundup" behandelt wurden. Diese Aussagen sind daher nur bedingt brauchbar, weil die Sojapflanze in der Realität natürlich nur in Kombination mit dem Herbizid angebaut wird.


Quelle: Plattform Gentechnik & Wir

Der Fall Soja

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