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Allergieauslösende Gen-Übertragung von Paranuss auf Sojabohne

7. März 2002, 19h 41

1996 wurde erstmals von einem anerkannten US-Wissenschaftlerteam konkret nachgewiesen, wie gefährlich die Neukonstruktion von Lebensmitteln am Reißbrett der Genlabors sein kann. Mittels Genmanipulation sollte der Nährwert der eiweißreichen Sojabohne verbessert werden. Die Sojabohne ist ein wertvolles Lebensmittel, ihr fehlen aber die Aminosäuren Methionin und Zystein. Um den "Mangel" zu beheben, wurde der Sojabohne ein Gen der Paranuss implantiert, das für die Herstellung des methionin- und zysteinreichen Proteins 2S-Albumin verantwortlich ist. Die Forscher entdeckten, dass Versuchspersonen mit einer Nussallergie auf die Sojabohnen ebenfalls stark allergisch reagierten. Bei Hauttests zeigten die nusssensitiven Testteilnehmer selbst bei starken Verdünnungen der Soja-Pflanzenextrakte noch deutliche Reaktionen. Auch mit Hilfe von Bluttests wurden die allergene Potenz der genmanipulierten Pflanze bestätigt. Die Forscher verzichteten darauf, die Versuchspersonen von der Gentech-Sojabohne kosten zu lassen. "Dies würde ein Risiko für diese Menschen bedeuten. Die meisten von ihnen entwickeln lebensbedrohliche Symptome, wenn sie versehentlich Paranüsse essen", heißt es in dem Forschungsbericht.

Quelle: J.A. Nordlee et al; Identification of a Brazil-nut allergen in transgenic soybeans, in The New England Journal of Medicine, March 1996).

Der Fall Soja

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