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19. Dezember 2002, 12h 41
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Anbauflächen
Im Jahr 2001 entfielen ca. 40% der weltweiten Sojaproduktion auf gentechnisch veränderte Sorten. In zwei der drei großen exportierenden Länder haben sich Sojabohnen mit einer gentechnisch vermittelten Herbizidresistenz weitgehend durchgesetzt: In den USA beträgt der Anteil rund 68%, in Argentinien sind es 85-90%. In Brasilien, dem zweitgrößten Sojaerzeuger auf dem Weltmarkt, ist der Anbau von transgenen Sorten nach einem Gerichtsurteil noch immer untersagt; dennoch kommt aus Argentinien gentechnisch verändertes Saatgut ins Land und wird illegal ausgesät. Die betreffenden Flächen werden auf 3,5 Mio. ha geschätzt.
Weitere Länder mit kommerziellem Anbau gentechnisch veränderter Sojabohnen sind: Kanada, Uruguay, Rumänien, Mexiko (Versuchsanbau).
In der EU ist der Anbau von gentechnisch verändertem Soja verboten.
Importe in die EU
Jährlich führen die EU-Länder 16 Mio.t Sojabohnen (Anteil USA: ca. 50%) und weitere 15 Mio.t Sojaschrot (Anteil Argentinien: ca. 50%) ein. Viele Lebensmittelverarbeiter in Europa bemühen sich um den Einkauf "gentechnikfreier" Soja-Rohstoffe. Dafür ist es erforderlich, die Warenströme vom Acker bis zum fertigen Lebensmittelprodukt für beide Soja-"Qualitäten" strikt voneinander zu trennen. In der Regel rechnet sich dieser Aufwand nur für teure Premium-Produkte.
Bei Massensoja ist eine vollständige Trennung von konventionellen und gentechnisch veränderter Ernteprodukten nicht möglich. Es ist davon auszugehen, dass die auf den Weltmärkten gehandelten Sojabohnen zu einem gewissen Anteil aus gentechnisch veränderten Pflanzen stammen.
Tendenz
In der EU ist der Sojaanbau allenfalls regional interessant. Von großer Bedeutung sowohl für die europäische Futter- wie Lebensmittelindustrie sind jedoch Sojaimporte aus USA und Argentinien, wo sich gentechnisch veränderte Sojasorten weitgehend durchgesetzt haben. Da für die auf den Weltmärkten angebotenen Sojarohstoffen in der Regel "Gentechnik-Freiheit" nicht garantiert werden kann, ist bei den daraus erzeugten Lebens- und Futtermitteln damit zurechnen, dass sie in wechselnden Anteilen aus gentechnisch veränderten Sojabohnen erzeugt wurden.
Quelle: www.transgen.de
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