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7. März 2002, 15h 48
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Sojabohne ist die Kulturpflanze mit dem weltweit höchsten Anteil gentechnisch veränderter Sorten.
Die gentechnischen Veränderungen haben vor allem Herbizidresistenz und Änderungen in der Fettsäure- bzw. Aminosäure-Zusammensetzung zum Ziel.
Herbizidresistenz
Herbizidresistenz ist bei weitem das kommerziell beherrschende Veränderungsziel.
Vor allem die RoundupReady-Sojabohnen (Resistenz gegen Herbizide mit dem Wirkstoff Glyphosat) werden in Nord- und Südamerika seit mehreren Jahren großflächig angebaut. Trotz höherer Preise für das Saatgut sind für die Landwirte die neuen gentechnisch veränderten Sorten offenbar auch ökonomisch interessant, da sie dadurch Arbeitszeit und Betriebskosten sparen. In einigen Anbauregionen konnte der Verbrauch an Herbiziden reduziert werden.
Fettsäurezusammensetzung
Zunehmend gewinnen Sojabohnen mit veränderter Fettsäurezusammensetzung an Bedeutung. In den USA wird bereits eine gentechnisch veränderte Sojabohne angebaut, die einen höheren Anteil an Ölsäuren (86% statt 23%) bildet. Ölsäure ist eine einfach ungesättigte Fettsäure, die natürlicherweise in hohen Anteilen in Olivenöl vorkommt. Sie gilt als gesundheitsförderlich, da sie zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen soll. Außerdem ist das Öl aufgrund seines hohen Ölsäure-Anteils weitaus oxidationsbeständiger als herkömmliche Sojaöle.
Aminosäure-Zusammensetzung
Von Interesse sind auch gentechnisch vermittelte Veränderungen der Eiweiß- und Aminosäurezusammensetzung. So soll etwa die in der Sojabohnen nur in geringen Anteile vorhandene Aminosäure Methionin angereichert werden. Bisher muss bei einer ausschließlichen Fütterung mit Soja-Futter Methionin zugesetzt werden.
Weitere Zuchtziele
Verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte beschäftigen sich mit weiteren Zuchtzielen wie: Ertragssteigerung, Toleranz gegen Trockenheit oder Salz, Resistenzen gegen Schädlinge und Krankheitserreger, Optimierung im Hinblick auf eine Nutzung als nachwachsender Rohstoff.
Quelle: www.transgen.de
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