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Gentechnisch veränderte Mikroorganismen

10. März 2002, 23h 02

Mikroorganismen werden schon lange zur Herstellung zahlreicher Lebensmittel verwendet. Sie sorgen dafür, dass der Teig „geht“ (Backhefe), dass Trauben und Getreidesud zu Wein und Bier vergoren werden, sie machen dem Käse die Löcher und die köstliche Rinde, Lactobazillen lassen aus Milch die unterschiedlichsten Produkte wie Joghurt oder Sauermilch entstehen und sie spielen nicht zuletzt bei der Herstellung und Reifung von Rohwürsten (wie Salami oder Mettwurst) eine wichtige Rolle.

Gentechnisch veränderte Mikroorganismen sollen allgemein leistungsfähiger werden, die industriellen Verarbeitungsprozesse erleichtern und Produktionszeiten verkürzen. Im Mittelpunkt der Forschung stehen Hefen und Milchsäurebakterien.

Konkret kann das beispielsweise die Verkürzung von Reifezeiten bedeuten: Roquefort-Käse reift dann in 3-10 Tagen anstelle von 6 Monaten. Oder Hefe, die weniger Alkohol produziert, um die Herstellung von alkoholfreiem Bier zu erleichtern. In fernerer Zukunft liegt noch die Realisierung von jenen Milchsäurebakterien, die gleich Joghurt mit Erdbeergeschmack produzieren.

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