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13. Mai 2004, 02h 43
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Im Februar 1997 präsentierten Forscher des schottischen Roslin-Institutes ein Schaf namens Dolly. Das Besondere daran: mit Dolly war es den Wissenschaftern gelungen, erstmals von einem erwachsenen Säugetier ein genetisch identes Double herzustellen. Dolly ist allerdings längst nicht mehr allein. Im Jahr 1998 kam ihr erstes Lamm zur Welt, und mittlerweile hat Dolly fünf weitere gesunde Lämmer geboren. Seit 1997 wurden Klon-Versuche auch an einer Reihe anderer Säugetiere durchgeführt. In Summe leben derzeit etwa 200 lebende Klon-Säuger, darunter Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine und Katzen.
Im Bereich von Nutztieren geht das Bestreben der Gentechniker dahin, das Erbmaterial – vor allem von Schweinen, Kühen und Hühnern –so zu verändern, dass sie den Anforderungen der modernen Tierzucht besser gewachsen sind. Im Vordergrund stehen dabei erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Infektionskrankheiten, bessere Futterverwertung, schnelleres Wachstum, mehr Milchleistung bei Kühen, weniger Fett im Fleisch oder Anpassung an verschmutzte Gewässer bei Fischen.
Die gentechnische Veränderung von Tieren erweist sich jedoch als sehr aufwendig und kompliziert. Gentechnik als Alternative zu herkömmlicher Viehzucht war bislang zu teuer, zu aufwendig und zu ineffizient. Nur etwa 5 Prozent aller Klonversuche bei Nutzvieh sind erfolgreich und führen zu Lebendgeburten. Eine einzige Klonkuh kostet derzeit etwa 12.500 bis 20.000 US-Dollar, eine herkömmliche künstliche Besamung hingegen nur 50 US-Dollar. Mit Ausnahme von Fischen sind daher gentechnisch veränderte Tiere für Lebensmittelzwecke noch nicht marktreif. Bei Fischen stehen gentechnisch veränderte Lachse, die aufgrund eines zusätzlichen Wachstumshormons besonders schnell wachsen und groß werden, kurz vor der Marktzulassung in den USA. (ne)
Info:
Gentechnik-Nachrichten Spezial des Öko-Instituts e.V. (Juli 2003) (pdf-Datei, 324 KB)
Links:
>> US- Food and Drug Administration (FDA)
>> Animal Biotechnology: Science Based Concerns. Report of the National Academies National Resarch Council
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