genfood | Thema >> GVOs

Gentechnisch veränderte Pflanzen als Lebensmittel

10. März 2002, 23h 05

Eine gentechnische Veränderung lässt sich bei Pflanzen leichter durchführen als bei Tieren. Weltweit wird daher an beinahe allen Nutzpflanzen geforscht, an Kartoffeln, Weizen, Mais, Soja, Zuckerrüben und Reis, an Gurken, Tomaten und Paprika, an Äpfeln, Kiwis, Birnen, Marillen, Kakao und Kaffee und an vielen anderen Pflanzen.

Folgende Eigenschaften sollen unter anderem dabei mit Hilfe der Gentechnik erreicht werden:

  • Widerstandsfähigkeit gegen Unkrautvernichtungsmittel oder Schädlinge, insbesondere gegen Insekten.

  • Veränderung der Zusammensetzung von pflanzlichen Inhaltsstoffen, z.B. weniger Fett, mehr Stärkeanteil oder veränderter Aminosäuregehalt.

  • Ertragssteigerung, schnelleres Wachstum.

  • Verzögerte Reifeprozesse, z.B. bei Tomaten.

  • Widerstandsfähigkeit gegen Kälte oder trockene Böden.

  • Süßgeschmack einbauen.

  • „Geschmacksgene“ finden und in andere Pflanzen einbauen.


Mögliche Ergebnisse wären zum Beispiel Pflanzen, die massive Behandlung mit Unkrautvernichtungsmitteln überleben; Kartoffeln, die bei der Verarbeitung zu Pommes frittes weniger Öl brauchen; Tomaten, die viel länger gelagert und transportiert werden können, weil sie erst nach Wochen außen matschig werden; Kakaobohnen mit eingebautem Süßgeschmack; und wenn die Kakaopflanze vielleicht auch gegen Kälte resistent gemacht wird, könnte sie auch in unseren Breitengraden angebaut werden.

GVOs

<- zurück