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2. Dezember 2002, 18h 58
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Neben Lebensmitteln für die menschliche Ernährung werden Nutzpflanzen auch zu Futtermitteln für die Tierzucht verarbeitet. Futtermittel setzen sich zu mehr als 90% aus pflanzlichen Bestandteilen zusammen. Zur Anwendung kommen hauptsächlich Mais, Soja und Raps. Vor allem durch den Import von Soja werden gentechnisch veränderte Pflanzen an Nutztiere verfüttert.
Bei den meisten Futtermitteln wie Mais und anderem Getreide kann sich Österreich selbst versorgen: Ein großes Versorgungsproblem besteht jedoch bei eiweißhaltigen Bestandteilen wie Soja. Für die Fütterung des hohen Nutztierbestandes reicht der österreichische Sojaanbau bei weitem nicht aus. Daher importiert Österreich große Mengen an Sojaschrot. Das als Folge der BSE-Krise ausgesprochene Fütterungsverbot für Tiermehl führte zu einem zusätzlichen Bedarf an Soja-Futtermittel. In der EU wurde dieser Bedarf hauptsächlich durch Importe aus den USA, Argentinien, Brasilien und Indien abgedeckt. So stiegen im ersten Quartal 2001 die Sojaschrot- Importe in die EU auf 3,56 Mio. t - 310.000 t mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Greenpeace schätzt, dass die Soja-Importe Österreichs durch das Ersetzen von Tiermehl in der Futterration durch Soja heuer auf 550.000 Tonnen ansteigen wird.
EU-weit herrscht starke Abhängigkeit von Importen von öl- und eiweißhaltigen Pflanzen. Dieser Bedarf wird in den USA, Kanada, Argentinien und Brasilien abgedeckt. Mit Ausnahme von Brasilien sind dies alles Länder, in denen gentechnisch veränderte Pflanzen in großen Mengen angebaut und in der Regel nicht von konventionellen Ernten getrennt werden.
Neben der Futterpflanze beinhalten Futtermittel noch eine Reihe weiterer Ingredienzien wie z. B. Vitamine, Aromastoffe, Aminosäuren, Farbstoffe und Enzyme, Tiermehle und Nebenprodukte (Abfälle) der Lebensmittelindustrie. Hier gibt es also noch zahlreiche Möglichkeiten, gentechnisch produzierte Bestandteile dabei zu haben.
Quelle: Greenpeace Österreich
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